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Im April 2017 trat das Bundesgesetz zur Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981 (AFZFG) in Kraft. Eines der wichtigsten Ziele dieses Gesetzes war und ist es, während langen Jahren erlittenes Unrecht und Leid zu anerkennen. Zu diesem Zweck setzt sich der Bund dafür ein, dass die Kantone sog. «Zeichen der Erinnerung» schaffen.
Der Regierungsrat des Kantons Solothurn nimmt den 10. Jahrestag des Inkrafttretens des AFZFG im April 2027 nun zum Anlass, auch in unserem Kanton mit einer Initiative den Opfern und Betroffenen fürsorgerischer Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen die Referenz zu erweisen. Der Regierungsrat hat den Verein Zeder Solothurn mit der Umsetzung des Solothurner «Zeichen der Erinnerung» beauftragt. Der VSEG hat im Rahmen des Bettagsfrankens bereits einen finanziellen Beitrag für die Jahre 2025 und 2026 beschlossen.
Der Kanton kam der Aufforderung des VSEG nach und hat neben den Einwohnergemeinden auch die Bürgergemeinden, Landeskirchen, den Bauernverband und die Schulen zur Zusammenarbeit eingeladen. Das Projekt soll nun unter Aufsicht eines Patronatskomitees mit Vertretungen der erwähnten Parteien durchgeführt werden. Ein entsprechendes Kommunikationsschreiben wurde vorbereitet, um das Projekt auch im Kanton zu kommunizieren.
Gerne informieren wir Sie darüber, dass der Serienbrief zur information über das Projekt ZEDER Solothurn an alle Gemeinden im Kanton Solothurn im Namen des Patronats heute versendet werden konnte. Beispielhaft finden Sie den ersten Brief der Serie unten verlinkt.
Der Verein ZEDER SO wird sich in einigen Wochen, wie im Serienbrief angekündigt, mit konkreten Umsetzungsvorschlägen hinsichtlich der Projektumsetzung bei den Gemeinden, den Kirch- und Schulgemeinden melden.
Bei inhaltlichen Rückfragen können Sie sich gerne schon heute an Claudia Sollberger, Präsidentin des Vereins ZEDER SO, wenden.